Wie schreibt man auf, was man selbst noch nicht weiß? Schreiben ist in gewisser Weise eine Reise ins Ungewisse und man weiß nicht mal, was man einpacken soll. Wird es warm oder kalt? Trocken oder nass? Schreiben beginnt manchmal nur mit einem Satz. Schreiben beginnt auch manchmal nur mit einem Wort oder noch schlimmer, einem Gefühl. Etwas, was sich wie eine Lawine im Inneren aufbäumt und die unausweichliche Dringlichkeit, diese Lawine zu Text zu bringen. Aber wie schreibt man etwas, was man noch nicht weiß? Viel zu häufig fing ich an zu schreiben und tippte nur lose auf den Tasten rum. Ja, manchmal ist es tatsächlich ein Satz oder Phrase, einzelne Worte oder ein Gefühl, aber manchmal sitze ich am Laptop, schaue aus dem Fenster, es laufen Menschen vorbei, auf dem Weg irgendwohin oder von irgendwo, Menschen mit einem Ziel oder auch nicht und ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Der Laptop ist aufgeklappt, meine Finger liegen auf den Tasten und ich schreibe denselben Satz wieder und wieder und wieder und wieder. Ich seufze, denke nach und schreibe den gleichen Satz nochmal. Schreiben ist manchmal leider auch nicht schreiben. Schreiben ist auch gefangen sein und dass man einen großen Knoten mit sich rumträgt und sucht; nach dem richtigen Moment oder dem richtigen Ort. Nach dem richtigen Morgen und letztendlich nach den richtigen Worten.
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geschriebenes, manchmal reimend
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